Sarkophag-Denkmal im Schlosspark Brody

 

Bedeutendes Sarkophag-Denkmal im Schlosspark Brody (Pförten) kann wiedererrichtet werden

HERMANN REEMTSMA STIFTUNG würdigt bedeutendes europäisches Kulturerbe

 Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG finanziert die Wiedererrichtung des steinernen Sarkophags im Schlosspark von Brody (Pförten). „Wir möchten mit dieser Zusage die jahrelangen intensiven Bemühungen von polnischen und deutschen Stellen um dieses bedeutende europäische Kulturerbe würdigen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Sebastian Giesen. Mit der Fördersumme von 67.000 € wird die Restaurierung dieser ersten großen Parkarchitektur des Gräflich Brühlschen Schlossparks ermöglicht. Das unter Aloys Friedrich Graf von Brühl um 1780 errichtete Denkmal ist dem Reichsfreiherrn Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau sowie dem Oberhofjägermeister Christian Ludwig von Gablenz gewidmet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört und lag als zugewachsener Trümmerhaufen bis ins vergangene Jahr an der Langen Allee zwischen Schloss und Orangerie. Eine erste Förderung der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG ermöglichte im Jahr 2016 die eingehende Untersuchung des Denkmals durch den polnischen Restaurator Tomasz Filar. Auf Grundlage seiner Konzeption werden die Arbeiten nun bis zum Ende dieses Jahres ausgeführt werden.

Der Bürgermeister von Brody, Ryszard Kowalczuk, konnte den Zuwendungsbescheid der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG aus den Händen des Branitzer Parkleiters Claudius Wecke entgegennehmen. Wecke hatte in seiner Diplomarbeit aus dem Jahre 2007 bereits die Wiedererrichtung des Sarkophags als bedeutende Maßnahme beschrieben und fügt hinzu: „Die Förderung ist auch ein besonderer Dank an die über 1.000 freiwilligen polnischen und deutschen Helfer, die dem Schlosspark Brody (Pförten) in fünf großen Parkseminaren seine Grundstruktur wiederverliehen haben.“

Das Förderprojekt ist gleichzeitig den Bestrebungen des Europäischen Parkverbunds Lausitz zu verdanken. „Mit dem Parkverbund gelingt es den Partnern zwischen Bad Muskau/Muzakowski, Cottbus, Forst (Lausitz), Łęknica und Brody auf wunderbare Weise, das gemeinsame kulturelle Erbe erlebbar zu machen“, erklärt der Forster Verwaltungsvorstand Sven Zuber, der die Sanierung des Schlosses und des Parks in der Forster Partnergemeinde Brody (Pförten) seit vielen Jahren begleitet.