EU-Förderprojekt (INTERREG IV-A)

 1. deutsch-polnische Verbundausstellung "Friedrich der Große und Graf Brühl – Geschichte einer Feindschaft" 2012

Grenzübergreifendes Standort- und Tourismusmarketing des „Europäischen Parkverbundes Lausitz“ in der Euroregion Spree-Neiße-Bober

Europa wächst zusammen und definiert sich zunehmend über regionale kulturgeschichtliche Zusammenhänge. Insbesondere die über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaften tragen zur regionalen und lokalen Identität bei und spiegeln die Geschichte sowie das Zusammenspiel von Mensch und Natur wieder. Die kohärente Kulturregion der Niederlausitz wurde in der Geschichte mehrfach durch Kriege und gesellschaftliche Umbrüche zerrissen. Heute stehen wir daher vor der Situation, dass das kulturelle Erbe der für die Lausitz prägenden Identifikationsfiguren Heinrich Graf von Brühl und Hermann Fürst von Pückler-Muskau auf zwei Staaten sowie auf deutscher Seite auf die Bundesländer Sachsen und Brandenburg verteilt ist. Im vereinigten Europa bietet sich nunmehr die Chance, dieses gemeinsame Erbe wieder deutlicher zu vereinen, zu erforschen, insbesondere touristisch zu erschließen und damit die kulturellen Wurzeln der gemeinsamen Geschichte breiten Bevölkerungsschichten in Deutschland und in Polen grenzüberschreitend zu vermitteln.

 Zu diesem Zweck gründeten am 16.11.2010 die Städte Cottbus, Bad Muskau und Forst (Lausitz) sowie die polnischen Gemeinden Łęknica und Brody den Europäischen Parkverbund Lausitz „Von Graf Brühl bis Fürst Pückler“. Die im Parkverbund zusammengeschlossenen Parkanlagen Fürst-Pückler-Park Branitz, Fürst-Pückler-Park Bad Muskau / Park Mużakowski, Ostdeutscher Rosengarten Forst (Lausitz) und der Schlosspark Brody repräsentieren in dieser Landschaft eindrucksvoll eine gemeinsame und grenzüberschreitende Kulturgeschichte und bilden die Grundlage für eine neue regionale und grenzüberschreitende kulturelle Identität.

Ziel des Parkverbundes ist es, durch gemeinsame Aktionen und Vermarktungsstrategien mehr Aufmerksamkeit für die Parkanlagen und die gemeinsame Kulturlandschaft zu generieren. Die angestrebte Ausbildung einer grenzüberschreitenden kulturellen Identität in der Region soll dabei nachhaltige Folgen in Bildung, Tourismus und Wirtschaft zeitigen und so einen Beitrag zum allgemeinen europäischen Integrationsprozess leisten. Die räumliche Nähe der Parkanlagen in der gemeinsamen Kulturlandschaft bietet günstige Voraussetzungen für die Entwicklung einer auf regionaler Identität basierenden, gemeinsamen touristischen Vermarktungsstrategie.

Grundlage der gemeinsamen Vermarktungsstrategie bilden die jeweiligen Themenjahre, unter denen die Aktivitäten der Partneranlagen und die gemeinsamen Maßnahmen des Parkverbundes thematisch gebündelt werden. Für die Planung, Koordinierung und Umsetzung dieses Arbeitsprogramms sowie  weiterer Maßnahmen für ein grenzübergreifendes Standort- und Tourismusmarketing wurde eine gemeinsame Geschäftsstelle etabliert. Die Geschäftsstelle schafft die organisatorischen und verwaltungstechnischen Grundlagen, um die kontinuierliche Arbeit des Parkverbundes abzusichern.  Perspektivisch soll sie der Verstetigung des Parkverbundes als eigenständige Institution dienen, um nachhaltig zur Sicherung historischer Kulturlandschaften beizutragen. Damit  bildet das Projekt einen wesentlichen Bestandteil der Europäischen Garten und Kulturregion im Sinne des Entwicklungs- und Handlungskonzept der Euroregion Spree-Neiße-Bober.

 

Projektlaufzeit: April 2012- März 2015

Leadpartner: Stadt Cottbus; Projektpartner: Gemeinde Brody, Stadt Forst (Lausitz), Gemeinde Łęknica

                                                                                                                                

„Grenzen überwinden durch gemeinsame Investition in die Zukunft“ Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie)–Brandenburg 2007-2013 kofinanziert.