Perle der Gartenkunst zwischen Berlin und Dresden
Formal und landschaftlich - so präsentiert sich der Schlosspark Altdöbern seinen Gästen. Diese seltene Kombination eines Barockgartens mit einem Landschaftspark entwickelt sich mehr und mehr zu einer Perle der Gartenkunst zwischen Berlin und Dresden. Die Spuren, die berühmte Architekten, Gartenkünstler und Bildhauer hier hinterlassen haben, werden seit einigen Jahren mustergültig saniert. Restaurierte Wege, spannende Sichtachsen und originelle Parkarchitekturen sind immer wieder neu zu entdecken; die wiederhergestellte Orangerie mit Café belohnt die Besucher kulinarisch.
Von besonderer Bedeutung für die Gemeinde Altdöbern, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurück reicht, ist das Barockschloss aus dem 18. Jahrhundert, welches in die ca. 60 ha große, außergewöhnliche Parkanlage eingebettet ist. Im Mittelalter befand sich hier eine Wasserburg. Ab 1717 ließ der sächsische General Alexander Dietrich von Eickstedt anstelle eines Herrenhauses das Schloss als Dreiflügelanlage mit zwei Geschossen errichten. Carl Heinrich von Heineken, Privatsekretär und Bibliothekar des Premierministers Brühl gestaltete rund dreißig Jahre später Schloss und Park mit dem namhaftesten Künstlern des Dresdner Hofes unter Leitung des Baumeisters Johann Christoph Knöffel zu einem beeindruckenden Rokokoensemble aus Architektur, Kunst und Gartenbau um. Dabei wurde das Schloss aufgestockt und kunstvoll ausgestattet, der Garten auf etwa das Sechsfache vergrößert und mit Kanälen, Wasserbecken, Springbrunnen, Brücken, Pavillons und kostbaren Sandsteinplastiken versehen. Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte unter Graf Heinrich von Witzleben die Gestaltung eines Landschaftsparks im englischen Stil durch den bedeutenden Gartenkünstler Carl Eduard Petzold.
Besucher haben ganzjährig die Möglichkeit, den Schlosspark zu besuchen. Saisonale Veranstaltungshöhepunkte, an denen auch die Besichtigung des Schlosses möglich ist sind „Rendezvous im Garten“ im Juni und die "Parksommerträume" Mitte Juli. Diese bieten klassische und moderne Unterhaltung, szenische Führungen, Ausstellungen und vieles mehr; letztere inszenieren in der Samstagnacht Schloss und Park mit einem Lichterzauber. Zu beiden Terminen können sich Besucher bei Führungen durch Freiwillige der Internationalen Jugendbauhütte über den Sanierungsfortschritt im Park informieren, barocke Spiele im Französischen Garten sowie die musikalische Belebung des Barocken Heckentheaters erleben. Am Tag des offenen Denkmals im September werden zudem Fachführungen durch die restaurierten Schlossräume angeboten. Im Rahmen der Kunstausstellung „Rohkunstbau“ ist an den Wochenenden im Sommer das Schloss ebenfalls für Besucher geöffnet.
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