
Verbundausstellung 2012
Friedrich der Große und Graf Brühl
Geschichte einer Feindschaft
Die Pückler-Parks in Bad Muskau/Łęknica und in Branitz, der Ostdeutsche Rosengarten Forst (Lausitz) und der Schlosspark Brody sind seit 2010 im Europäischen Parkverbund Lausitz vereint. Aus Anlass des 300. Geburtstages Friedrich II. wird nun die erste gemeinsame Verbundausstellung präsentiert. An drei Orten beleuchten drei Einzelausstellungen das spannungsgeladene Verhältnis des preußischen Königs zu seinem Lieblingsfeind, dem sächsischen Premierminister Heinrich Graf von Brühl. Brühl war eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit, ein bedeutender Kunstförderer und verantwortlich für die glanzvollen Dresdner Kunstsammlungen. Als mächtigster Politiker im sächsisch-polnischen Königreich wurde Brühl zum Gegenspieler Friedrichs II.
+++ Faltblatt zur Verbundausstellung 2012 (pdf-download) +++
Die Verbundausstellung präsentiert im Marstall des Schlosses Branitz originale Objekte und Pretiosen, spannende Streitschriften und Dokumente über die Kontrahenten, erzählt in Brody (ehem. Pförten) die Geschichte des Ortes und des einstigen Lieblingsschlosses des Grafen Brühl, das Friedrich 1758 in Flammen aufgehen ließ, und zeigt in der Stadtkirche von Forst (Lausitz) eine Dauerausstellung und einen neuen Film zum Stadtherrn Heinrich von Brühl, der hier 1763 seine letzte Ruhestätte fand.
Umfangreiches Begleitprogramm!
Friedrich der Große und Graf Brühl – Geschichte einer Feindschaft
Schloss Branitz, Marstall, 25. Mai – 31. Oktober 2012
»1500 Perücken und keinen Kopf!«, Friedrich II. setzte alles daran, Brühl in der Öffentlichkeit zu diffamieren. Im Siebenjährigen Krieg befahl er die Plünderung und Zerstörung der Brühlschen Schlösser. In Dresden aber wohnte er selbst im Palais des Gegners, das er als »Sachsens kleine Residenz« betrachtete. Wer war Heinrich von Brühl und warum hasste ihn Friedrich II. so innig? Die Branitzer Ausstellung spürt den Ursachen und der Entwicklung des persönlichen Konflikts nach. Prachtvolle Gemälde, Skulpturen, Porzellane, darunter Teile von Brühls legendärem Schwanenservice, vermitteln einen Eindruck von den Persönlichkeiten der beiden Gegenspieler, erzählen von Kunstagenten, Spionen, von der Macht der Diplomatie, von Rache und Zerstörung.
Öffnungszeiten täglich 10.00 – 18.00 Uhr
Eintritt 3,50 €, ermäßigt 2,50 €
Besucheradresse Robinienweg 5, D-03042 Cottbus
www.pueckler-museum.de
Brody (Pförten) – Residenz des Grafen Brühl
Schlosspark Brody, ab 12. August 2012
Brühl erwarb 1740 den kleinen Niederlausitzer Ort Pförten (heute poln. Brody), der damals zum nordöstlichsten Zipfel Kursachsens gehörte. Er ließ die Schloss- und Parkanlage umgestalten, zugleich entstanden ganze Stadtteile neu. Pförten verwandelte sich in eine florierende barocke Residenzstadt. Am 1. September 1758 erteilte Friedrich II. den Befehl, das Brühlsche Lieblingsschloss zu zerstören. Nur vier Tage später ging die »Perle der Niederlausitz« in Flammen auf. Erst im 20. Jahrhundert war der Wiederaufbau vollendet. 1945 brannte das Schloss erneut. Die Ausstellung im polnischen Brody erläutert in Bild und Text das Wirken Brühls, ausgehend vom aktuellen Zustand der Schloss- und Parkanlage und der bis heute erhaltenen barocken Stadtstruktur.
Öffnungszeiten täglich
Eintritt frei
Besucheradresse pl. Zamkowy 9, PL-68-343 Brody
www.brody.pl
www.pfoerten.wordpress.com
Forst (Lausitz) – Graf Brühl und seine Stadt
Stadtkirche St. Nikolai, 13. August – 31. Oktober 2012
Seit 1746 besaß Brühl beide Teile der Standesherrschaft Forst-Pförten und war damit zugleich Stadtherr von Forst (Lausitz). Erförderte das Textilgewerbe durch die Gründung einer Tuch- und Leinenmanufaktur – Grundstein für die Forster Tuchindustrie und die Entwicklung der Stadt zu einem preußischen »Manchester«. Nachdem ein verheerender Brand im Juli 1748 Forst beinahe völlig zerstört hatte, oblag Brühl als Stadtherr auch der Wiederaufbau des Ortes. Am 28. Oktober 1763 verstarb Heinrich von Brühl in Dresden. Am 4. November des Jahres wurde er in Forst, in einer Gruft der Evangelischen Stadtkirche St. Nikolai bestattet. Kernstück der Dauerausstellung in der Forster Stadtkirche ist eine Filmpräsentation zu Graf Heinrich von Brühl und seiner Stadt.
Öffnungszeiten Di – Sa 10.00 – 16.00 Uhr
Eintritt frei
Besucheradresse Am Markt 1, D-03149 Forst (Lausitz)
www.stadtkirche-forst.de
Tel.: +49 3562 7255 oder Gemeindebüro +49 3562 698816
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